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Geschichte

Im Römischen Reich verstand man unter einer Tuba ein Blasinstrument aus Bronze oder Messing. Es hatte Ähnlichkeit mit einer Fanfare; eine gerade, langgestreckte Röhre mit schmalem Schallbecher. Ein weiterer Vorläufer hieß übrigens Ophikleide und bedeutet Schlange mit Klappen und erinnerte eher an ein Fagott. Die ersten Tuben entwickelten Wilhelm Wieprecht und Carl Wilhelm Moritz. Die Berliner meldeten 1835 nach der Erfindung der Ventiltechnik ein Patent auf eine Basstuba in F mit fünf Ventilen an. Bis etwa 1925 nahm die Tuba die Bassrolle in Jazz-Ensembles ein, bevor sie vom Kontrabass abgelöst wurde. Ihre Auferstehung feierte sie nach dem Zweiten Weltkrieg in der amerikanischen Dixieland-Musik. In modernen Orchestern findet man heute Basstuben und Kontrabasstuben gleichermaßen. Ein Tubist muss die Instrumente beide gleich gut beherrschen.

Bauweise

Tuba Quelle: Gerald Jakubus von http://tuba.jakubus.de/SPIELTECHNIK/spieltechnik.html

Eine Tuba besteht aus sehr langen Rohren, die eine Länge von 3,60 m bis 5,40 m haben können. Besonders auffallend ist die starke Bohrungserweiterung (Mensur) vom Mundstück bis zum Schallstück, sie ist in einem Verhältnis von 1:20. Mit ihrem Gewicht von ca. 10 kg ruht die Tuba beim Spielen auf den Knien des Spielers, beim Stehen hilft ein Tubagürtel. Mit der rechten Hand werden die 3-5 Ventile gedrückt und mit der linken Hand wird das Instrument gestützt. Ohne Ventile sind alle Naturtöne mit Hilfe des Kesselmundstücks spielbar, soll jedoch chromatisch gespielt werden, sind die Ventile unverzichtbar. Ganze vier Oktaven und mehr sind spielbar. Eine große Herausforderung an die Tubisten sind die unterschiedlichen Notationsweisen. In Italien, England und Deutschland wird klingend im Bassschlüssel notiert, in Frankreich, den Niederlanden und Belgien nicht klingend im Bassschlüssel und in der Schweiz klingend im Violinschlüssel.

Bauformen der Tuba

Natürlich gibt es nicht nur "die Tuba", sie hat zahlreiche Geschwister, die hier kurz genannt werden sollen:

  • Basstuba und Kontrabasstuba
  • Doppeltuba (eine Kombination der beiden oberen)
  • Helikon (Militärinstrument, das um den Oberkörper geschwungen ist)
  • Sousaphon (Variation des Helikons)
  • Tornistertuba (entstand 1908 für militärische Feldzüge)
  • Marschtuba (besitzt ein angepasstes Mundstück und wird auf der Schulter getragen, wobei der Schalltrichter nach vorn gerichtet ist, wird bei Militärmusik oder Marching Bands eingesetzt)
  • Subkontrabasstuba (die tiefsten Töne liegen unterhalb der Hörgrenze in der Subsubkontraoktave, die Grundrohrlänge beträgt 11,60 m)

Tuba Bayern Marschtuba

Wusstet ihr schon?

... Professor Jörg Wachsmuth, Solo-Tubist der Dresdner Philharmonie spielte beim Dresdner Stadtfest den berühmten "Hummelflug" in sagenhaften 53,82 Sekunden und das auch noch mit einer Riesentuba!

... Das Mundstück einer Tuba hat etwa die Größe eines Eierbechers.

... In Österreich nennt man die Tuba auch "Bombardon", weil es bei nicht ganz so guten Spielern öfters mal scheppert, oder wie der Süddeutsche sagt "bumpert".

Hier seht ihr eine noch viel größere Tuba, die vermeintlich größte Tuba der Welt:

Jung oder Alt, lernt Tuba bei uns spielen!

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