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Geschichte

Die ersten Querflöten gab es bereits im zweiten oder ersten Jahrhundert v. Chr., das belegt ein etruskisches Relief. Die ältesten Funde einer abendländischen Querflöte gehen auf das 12.-14. Jahrhundert zurück. Der Name ist vermutlich aus dem frz. flûte überliefert, das sich aus dem lat. flatus ableitet. Die Renaissance brachte Flöten mit sechs Löchern, einem kreisrunden Mundteil und einem Tonumfang von zweieinhalb Oktaven und mehr hervor. Im Barock erhielt die Querflöte erstmalige eine dis-Klappe, mit der man in allen Tonarten spielen konnte. Mittels verschiedener Bohrtechniken setzte sich eine Flöte nun aus vier Teilen zusammen. Oft tauschten die Musiker die Mittelteile aus, um eine andere Stimmung zu erzeugen.

Querflöte

Aufbau

Eine moderne Querflöte besteht aus drei Teilen, dem Fuß, dem Mittelstück und dem Kopf. Obwohl sie aus verschiedenen Metallen hergestellt wird, ist sie aufgrund seiner Anblastechnik ein Holzblasinstrument. Das Anblasloch befindet sich am vorderen Kopfteil und enthält eine Mundlochplatte zum Abstützen der Unterlippe. Mit dem Hineinblasen der Luft wird die innere Luftsäule in Schwingung versetzt und erzeugt einen Ton. Das Kopfstück ist meist gerade, allerdings für Kinder zum Lernen oft gebogen. Auf dem Mittelstück und dem Fuß sind alle Klappen angebracht. Die 16 Klappen unterscheiden sich in geschlossene und Ringklappen. Da bei letzteren die Finger die Löcher verdecken, ist somit auch das Spielen von Vierteltönen möglich. Auch ist es möglich, dass die Klappen in-line angeordnet sind, also in einer geraden Linie, oder off-set, mit dem vorgezogenen G in Richtung des linken Ringfingers. Durch den Austausch des C-Fußes durch einen H-Fuß kann außerdem der Tonumfang nach unten erweitert werden. Die am meisten verwendeten Materialien für diese Flöte sind Silber, Gold, Weißgold, Messing und Neusilber. Günstigere Instrumente kann man in Kunststoff oder Aluminium kaufen.

Familie der Querflöte

Die Querflöte gehört zu den Sopraninstrumenten mit einem Tonumfang von c' - c''''. Ihre kleine Schwester, die Piccoloflöte, wird eine Oktave höher gespielt. Wenn ihr denkt, kleiner gehts nicht, doch es geht! Die Piccoletto in Es ist 2,5 cm kürzer als die Piccoloflöte. Die Flöte d'Amour (flauto d'amore) oder auch Tenorflöte genannt, blickt auf eine 300 Jahre lange Geschichte zurück. In einer tieferen Tonlage kann die Altflöte in G gespielt werden und die Bassflöte mit einer Oktave unter der Großen Flöte. Weitere Spezialformen sind das Albisiphon (es wird vertikal gehalten und besitzt eine T-Form), die Großbassflöte, die Kontrabassflöte und die Subkontrabassflöte.

Exkurs Piccoloflöte

Als leicht übersehbares Instrument ist die Piccoloflöte oft auch im Orchestergraben zu finden. Mit 32 cm ist sie halb so lang wie die Querflöte und hat lediglich einen Durchmesser von einem Zentimeter. Sie besteht aus Holz oder Metall, wobei die Klappen meist aus Neusilber gefertigt werden. Wenn man an die Geschichte der Piccoloflöte zurückdenkt, erscheint die mittelalterliche Militärmusik. Gemeinsam mit einer Trommel machte sie den typischen Klang der Infanterie aus.

Wusstet ihr schon?

... dass eine Querflöte aus mehr als 150 Teilen besteht?

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Querflöte spielen und gleichzeitig beatboxen? Ja natürlich!

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