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Der Name "Laute" geht auf das arabische "Ud" zurück. Es war ein fünfsaitiges Instrument der islamischen Völker. Die Europäer leiteten davon ab: engl. "lute", frz. "luth", ital. "liuto", span. "laud".

Geschichte

Die Laute gehört zu den ältesten Musikinstrumenten überhaupt. Es existieren Abbildungen aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. mit der Tanbur, einem Vorgänger aus Schildkröten- oder Holzmaterial gefertigt. Es wurden in vielen verschiedenen Orten in ganz Asien und auch in Ägypten Abbildungen zu langhalsigen Lauten entdeckt. Sie wurde also nicht an einem Ort entwickelt, sondern an vielen Orten gleichzeitig. Vermutlich mit Segelfahrern gelangen Instrumente im 8. Jahrhundert nach Europa. Durch verschiedene Spieltechniken und Kompositionen entwickelte sich die große Familie der Lauten. Ihre Blütezeit war die Renaissance um 1500. Als Königin der Instrumente trat sie als Solo- und Ensembleinstrument auf und war als leicht zu transportierendes Instrument bei Troubadouren sehr beliebt. Wie viele andere Musikinstrumente lösten Tasteninstrumente und andere Saiteninstrumente die Laute ab dem 18. Jahrhundert ab. Erst in der Romantik hatte sie als Gitarrenlaute ein kleines Comeback.

Laute

Aufbau und Spielweise

Der Schallkörper, auch Muschel genannt, ist birnenförmig und aus vielen Spänen zusammengesetzt.Der Hals mit dem Griffbrett und den Saiten schließt sich oben an und ist auf der gleichen Ebene wie die Decke angebracht. Am Ende des Halses befindet sich der abgeknickte Wirbelkasten. Die Saitenzahl der Laute veränderte sich stetig. Ab 1600 wurden zu den sieben und mehr Chöre (Saitenpaare) sogar zusätzliche Basschöre angebracht. 1720 stieg die Zahl auf 13 Chöre. Heute spielen die meisten Musiker auf Kunststoffsaiten statt wie früher auf Schafsdarmsaiten. Zu den Anfängen bespielte man die Saiten einer Laute mit einem Federkiel, ähnlich heute dem Plektrum beim Gitarre spielen. Ab 1500 veränderte sich die Spieltechnik und stattdessen "zwickte" man mit dem Daumen und den Fingern.

Formen

  • Barocklaute
  • Renaissancelaute
  • Chitarrone
  • Mandolaute
  • Gitarrenlaute

Wusstet ihr schon?

.... Bereits damals notierte man Lautenmusik in einem System, dass dem der heutigen Gitarrentabulatur sehr ähnlich ist.

.... Die Chitarrone als größte Lautenform bis zu 1,60 m lang war?

Auch heute spielen viele Musiker die Laute und bei diesem Spieler geht die Sonne auf:

Gebt ihr Unterricht für die Laute oder andere Saiteninstrumente?

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