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Geschichte

1780 entwickelte Christian Gottlieb Kratzenstein durchschlagende Zungenpfeifen. Kurz danach entstanden die ersten Tasteninstrumente ähnlich einer Orgel oder eines Pianofortes. Allerdings heißen die direkten Vorgänger Physharmonika und Aeoline. Sie besitzen eine Tastatur über 4-5 Oktaven, zwei Schöpfpedale und eine Reihe durchschlagender Zungen. Es wurden auf der ganzen Welt weitere Instrumente entwickelt, entweder als Druckwundinstrument oder als Saugwindharmonium. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden auch ein- und zweimanualige Harmonien gebaut. Man bezeichnete sie als Pedal- oder Orgelharmonium. Viele Organisten nutzen sie zu Hause als Übungsinstrumente. Die geringere Größe im Vergleich zu einer Orgel machte das Harmonium zum Ersatz in kleineren Räumen oder in den Kriegen zum Begleitinstrument bei Gottesdiensten.

Harmonium

Aufbau

Ein Harmonium wird, wie oben bereits erwähnt, in zwei Systeme unterteilt: das französische System (Druckwindharmonium) und das amerikanische System (Saugwindharmonium). Beide Systeme haben jedoch die gleichen Hauptbestandteile mit dem Umbau (Gehäuse), dem inneren Mechanismus und dem Gebläse. Das Gebläse wurde jeweils von den Füßen durch das Niedertreten der Tretschemel betätigt. Heute erfolgt das elektronisch. Die Zungen beider Formen sind freischwingend an einem Metallrahmen befestigt. Beim Saugwindharmonium sind die Zungen zusätzlich in einzelne Kanzellen eingebettet. Wenn sie durch die zugeführte Luft in Schwingung geraten, entsteht der Ton. Deshalb ist dieses klavierähnliche Instrument ein Mitglied der Aerophone. Die Töne erklingen auch recht unharmonisch, was den besonderen Charme ausmacht.

Bauformen

  • Saugwindharmonium
  • Druckwindharmonium
  • Kunstharmonium
  • indisches Harmonium
  • elektrisches Harmonium

Dieser junge Mann flitzt mit seinen Fingern geradezu über die Tasten seines Harmoniums:

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