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Geschichte

In der Mitte des 16. Jahrhunderts gab es bereits den Vorgänger des Fagotts - die so genannten Dulziane. Sie bestanden aus einem Stück, besaßen zwei Klappen und bereits ein Doppelrohrblatt. Ein Jahrhundert später entstand das Barockfagott. Nun war es möglich, das Instrument auseinander zu bauen und leichter zu transportieren. Es besaß außerdem nun 4 Klappen. Das Fagott erhielt außerdem seinen Namen (ital. fagotto = Bündel). In den folgenden Jahren kamen weitere Klappen hinzu, die das chromatische Spielen erleichterten und die Fertigungstechniken wurden verfeinert. Johann Adam Heckel und Carl Almenräder bauten schließlich in den 1830er das „Heckel-Fagott“ mit einem besonderen Griffsystem, wie man es heute kennt.

Fagott

Spielweise und Aufbau

Die Rohre machen den größten Teil des Instruments aus, insgesamt 2,60 m schlingeln sich durch das 1,35 m große Blasinstrument. Sein Tonumfang beginnt beim Subcontra B und endet bei e''. Gespielt wird das Fagott im Sitzen und mit einer Trage um den Hals. Der S-förmige Metallbogen, in den man die Luft hineinbläst, befindet sich auf halber Höhe und enthält den Tonerzeuger, das Doppelrohrblatt. Dieser Metallbogen wird in den Flügel hineingesteckt. Die Rohre ziehen sich nach unten weiter in den Stiefel, wieder hoch zur Bassröhre und beim obersten Schallstück kommt der Ton heraus. An diesen Teilen sind die 19 Tonlöcher (und bis zu 9 weitere Löcher) und Klappen zu finden. Durch das Verkürzen oder Verlängern der Luftsäule wird auch der zu spielende Ton verändert. Das Prinzip ist quasi wie bei einer Blockflöte. Durch die am Stiefel befestigte Stütze, kann der Fagottist alle Finger einsetzen.

Mitglieder der Fagottfamilie

Da ein Fagott mit seiner stattlichen Größe vielen zu groß ist, kommen auch die kleineren Geschwister, das Quint-, Quart- und Oktavfagott (Fagottino) wieder in Mode. Sie erklingen entsprechend ihrem Namen z. B. eine Quinte höher. Dank der kleineren Bauweise und des geringeren Gewichts werden sie oft als Einstieg für den Kinderunterricht eingesetzt. Für die Erwachsenen gibt es noch eine Variante - das Kontrafagott. Es umfasst eine Oktave tiefer als das Fagott und hat eine Luftsäulenlänge von sagenhaften 5,90 m.

Wusstet ihr schon?

... Die Faustformel, wann man mit dem Erlernen des Fagotts beginnen sollte, lautet: mindestens „zwei Finger breit“ oder „eine Hand breit". So viel größer als das Instrument sollte man sein.

... Im Jahr 2010 haben fünf Unternehmen in Deutschland insgesamt 2.326 Fagotte und Oboen produziert.

... 2012 wurde das Fagott vom Landesmusikrat Schleswig-Holstein zum Instrument des Jahres gewählt, um Begeisterung und Aufmerksamkeit für dieses Instrument zu erwecken.

In diesem Clip zeigen vier junge Damen, dass man auch Lady Gaga mit Fagott sein kann:

Fagott lernen geht schon von klein auf, also warte nicht länger und komm zu uns!

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