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Du hast Lust ´ne Band zu gründen, aber irgendwie fehlen dir noch die anderen Bandmitglieder? Wäre es jetzt doch nur möglich, in einer Ein-Mann-Band zu spielen!

Tatsächlich ist es das schon seit einer ganzen Weile. Erst kürzlich begeisterte Singer-Songwriter Ed Sheeran bei den Grammy Awards 2017 Millionen von Zuschauern mit seiner Performance seiner Single Shape of You – die er komplett ohne Band, einfach mal solo durchzog. Wie das geht? Loop macht’s möglich!

Mr. Sheeran verwendet bei seinen Auftritten häufig ein sogenanntes Looper Pedal. Was genau das ist und was du damit alles anstellen kannst, schauen wir uns jetzt mal an:

Geschichte

Die Methode des Loops ist der Musikwelt unter dem Namen Ostinato schon lange bekannt. Heute versteht man darunter vor allem das durch diverse technische Hilfsmittel ermöglichte endlose Wiederholen von Melodien oder Rhythmen. In Kombination mit Software-Synthesizern können so mehrere Tonspuren übereinander gelegt werden. Auf diese Weise entstehen ganze Musikstücke. Voilá, die Ein-Mann-Band steht!

Früher kamen solche Tonfolgen in Endlosschleife vor allem in mechanischen Spieluhren und Glockenspielen vor. In der Kunstmusik des 20. Jahrhunderts nutzten zahlreiche Künstler wie Edgar Varèse, John Cage oder Phil Glass sie dann als Grundlage für ihre Komposition. Mit der in den 1970er beginnenden Ära der Sequenzer und Synthesizer weitete das Phänomen Loop sich auf die Hiphop- und Dance-Music aus. Heute wird es von Künstlern aller Genre benutzt und ist kaum mehr aus der Musikbranche wegzudenken.

Equipment und Unterformen

Klingt ja schon einmal sehr vielversprechend. Aber wie bastelst du dir nun deinen eigenen Loop zusammen? Ein Loop kann aus dem Sample eines Gitarren-Riffs oder aber eines Schlagzeug-Rhythmus‘ bestehen. Dieses wird dann in einen Sequenzer eingegeben, der den Loop kopiert und so aus einer beliebigen Anzahl der aneinander gereihten Kopien zum Beispiel eine komplette Schlagzeugspur erstellt. Doch Loops entstehen schon längst nicht mehr nur im Studio.

Das Live oder Realtime Looping, das zum Beispiel während eines Konzertauftritts zum Einsatz kommt, gewinnt immer mehr an Beliebtheit. Bei dieser Form des Loops spielt zum Beispiel ein Gitarrist ein Riff, dass dann mit Hilfe eines elektronischen Effektgeräts, dem Looper, fortlaufend wiederholt wird. Laufen diese Wiederholungen, kann der Gitarrist sein eigenes Spiel unterbrechen und zum Loop eine zweite Stimme spielen. Technisch sind Looper kleine Sample-Geräte, die das gesamplete Signal sofort und so lange wieder ausgeben, bis der Musiker die Ausgabe abbricht.

Mittlerweile gibt es auch viele Variationen, die das Live Looping erleichtern, zum Beispiel Looper Pedals, wie Ed Sheeran sie benutzt.

Auch in Deutschland haben immer mehr Künstler Spaß an der Loop-Bastelei. Der Youtuber theclavinover alias Marti Fischer erlangte zum Beispiel große Aufmerksamkeit über seine Live Looping Videoreihe Ein Loop zwischendurch, bei der er mittels Looper und Sequenzer Cover- und eigene Songs vor der Kamera produziert.

Na, Bock auf eigene Loops? Dann finde mit uns den passenden Lehrer!

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