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Das Cembalo, oder auch Kielflügel genannt, ist ein historisches Tasteninstrument mit einem Tonumfang von viereinhalb bis fünf Oktaven. Als Vorgänger des Klaviers ist es heutzutage ein eher selten gesehenes Instrument.

Cembalo von Händel

Geschichte

Zur Zeit der Renaissance, also im 15. Jahrhundert, entstand das Cembalo. Große Popularität erlangte es allerdings erst im Barock und wurde in der Orchester- und Kammermusik eingesetzt sowie als Soloinstrument. Mit der Entstehung und Verbreitung des Klaviers stand das Cembalo zunehmend auf dem Abstellgleis. Anfang des letzten Jahrhunderts begann man wieder vermehrt Cembalos zu bauen und experimente mit Elementen aus dem Klavierbau.

Aufbau und Spielweise

Ein Cembalo sieht zunächst aus wie ein Klavier - ein meist flügelförmigen Resonanzkörper und die Saiten stehen senkrecht zur Klaviatur. Doch einen großen bedeutenden Unterschied gibt es: die Saiten werden nicht wie beim Klavier angeschlagen, sondern sie werden gezupft. Die Federkiele zupfen die Saiten und es entsteht ein Ton beim Anschlagen einer Taste. Bei einem Cembalo kann die Lautstärke nicht durch Pedale reguliert werden. Deshalb ist es mit verschiedenen Registern und Manualen ausgestattet. Ein weiterer sichtbarer Unterschied ist die doppelte Klaviatur und die Tastenfarben, die genau im Gegensatz zum Klavier eingefärbt sind.

Varianten und Bauformen

Bei dem bekanntesten Cembalo in Flügelform ist der Aufbau wie oben beschrieben. Vereinzelt gibt es auch hochkant stehende Formen als Clavicytherium. Bein Spinett befindet sich die Klaviatur ebenfalls am Ende der Saiten, sie ist allerdings schräg angebracht. So erhält das Instrument eine platzsparendere, mehr oder weniger dreieckige Form. Zumeist umfasst das Spinett nur ein Manual und ein Register. Die Saiten des Virginals verläufen quer zu den Tasten. Das viereckige Musikinstrument besitzt meistens ebenfalls nur ein Register.

Wusstet ihr schon?

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